Wie man Arch Linux auf einen USB-Stick installiert wo die Daten auch nach einem Neustart erhalten bleiben

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Heute wird euch erklärt wie man Arch Linux persistent auf einen USB-Stick installiert. Was eine sau geile Sache ist, da man sein komplettes System immer dabei hat. An jedem PC einstöpseln und loslegen kann. Sogar mit Fenstermanager und allem was man sonst noch haben will. Und es geht nichts nach einem reboot verloren. Ich hab für meine Zwecke diesen Stick verwendet: Sandisk Cruzer Edge 8GB USB-Flashlaufwerk
Zuerst muss man in eine Live CD von Arch Linux booten. In der Kommandozeile angekommen kann man mit dem Befehl km das Tastenlayout einstellen, das Deutsche Layout nennt sich:
i386/qwertz/de-latin1-nodeadkeys.map.gz
Die Installation wird gestartet mit
# /arch/setup
dort wird alles wie gewohnt eingestellt, Pakete ausgewählt und das Laufwerk formatiert. (Hilfe dafür gibt es hier) Ich werde auf die ganze Standard Installation nicht eingehen weil es in der Arch Linux Wiki Seite wirklich sehr gut und verständlich beschrieben wurde.
Partitionierung des Sticks
Bei dem Punkt: MAIN MENU 4: Prepare hard drive(s) Hab ich den Stick unter Punkt 2 so partitioniert: (X ist ein Platzhalter)
Name Flags Part Type FS Type [Label] Size (MB)
-------------------------------------------------------------------------
sdX1 Boot Primary Linux 100
sdX2 Primary Linux swap / Solaris 500
sdX3 Primary Linux 7400
kommen wir zum nächsten Menü Punkt: Prepare Hard Drive 3:
Die Partitionsadressierung sollte label gesetzt werden.
sdX1 | label: boot | Dateisystem: ext4 | Mountpunkt: /boot/
sdX2 | label: swap | Dateisystem: swap
sdX3 | label: arch | Dateisystem: ext4 | Mountpunkt: /
Hooks für einen reibungslosen Systemstart setzen
Danach macht man die MAIN MENU Punkte weiter und Installiert Arch auf den Stick.
Bei MAIN MENU 7: Configure system wird es wieder spannend. Denn bei
/etc/mkinitcpio.conf
muss bei hooks usb direkt nach udev eigefügt werden. Schaut also dann in etwa so aus
HOOKS="base udev usb autodetect pata scsi sata filesystems"
Sonst klappt der Start des USB Sticks nicht und es kommt zu einem kernel panic
/sbin/init: bad exec format
oder so ähnlich.
Grub richtig konfigurieren
Der Rest ist wieder Standard Installationtypisch bis MAIN MENU 8: Install bootloader da muss man nämlich wissen das wenn grub auf einen Stick Installiert wurde dieser die Bezeichnung hd0,0 hat. Daraus erfolgt zusammen mit der Partitionsadressierung label folgender Eintrag:
root (hd0,0)
kernel /boot/vmlinuz-linux root=/dev/disk/by-label/arch ro
initrd /boot/initramfs-linux.img
jetzt kann die Installation abgeschlossen werden MAIN MENU 9: Exit Install und in den Stick gebootet werden.
Ich hab den dadurch entstandenen “persistenten live USB-Stick” an drei verschiedenen Rechnern ausprobiert und es klappte tadellos.
Benötigte Videokartentreiber für Fenstermanager
Was mir noch aufgefallen ist: Wenn man den Fenstermanager installiert sollten gleich diese Treiber mit installiert werden, da es sonst zu Anzeigeproblemen bei GNOME kommt.
# pacman -S xf86-video-intel xf86-video-ati xf86-video-vesa xf-video-nouveau nouveau-dri
Das sollten die gängigsten Karten sein.
Wenn irgendetwas unklar bei meiner Anleitung sein sollte, scheut euch nicht und nehmt Kontakt mit mir auf.
UPDATE:
um die Lebensdauer und die Geschwindigkeit des USB-Sticks massiv zu erhöhen rate ich dringlichst dieses HOWTO noch anzuwenden.
HOWTO: Beschleunigung des Systems durch Reduzierung der Lese und Schreib Zugriffe